Radio Brömme

• ein Rostocker traditionelles Unterhaltungselektronikfachgeschäft mit Reparaturservice •

Presseecho

NNN   Norddeutsche Neueste Nachrichten
  17. Dezember 2007


Neuer Boss bei „Brömme“

Handwerksmeister übergibt Radio-Fachgeschäft am 22. Dezember

„Radio-Brömme“ ist eines der ältesten Fachgeschäfte in Rostock. Hervorgegangen aus „Radio Otto“ reichen die Wurzeln bis 1928 zurück. Seit 1971 führt in zweiter Generation Dirk Brömme die Firma. Vor Weihnachten steht ein weiterer Stafettenwechsel ins Haus.

Rostock • Reiner Frank

Dirk Brömme (64) zeigt einen alten Firmenkopfbogen, der die Geschichte belegt. Am Schwaanschen Tor am Universitätsplatz hatte einst das Geschäft seinen Sitz. Seit Ende der 40er-Jahre war hier sein Vater Helmut tätig, um 1959 dann die Firma zu übernehmen. Am Gebäude aber hatte der Zahn der Zeit genagt, Wasserschäden, Schimmelecken beeinträchtigten die Arbeit. 1968 fand sich in der Parkstraße ein neuer Firmensitz, wo „Radio Brömme“ bis heute tätig ist.

1959 hatte Dirk bei seinem Vater die Lehre als Rundfunk- und Fernsehmechaniker begonnen, wurde 1970 Meister und übernahm ein Jahr später vom erkrankten Vater das Geschäft. Die Gewerbegenehmigung erhielt er damals erst im zweiten Versuch. Vom Rat der Stadt gab es schließlich grünes Licht, die Firma als reine Reparaturwerkstatt zu betrieben.

Nach der Wende dann der Sprung ins kalte Wasser. Bis zur Wende war Dirk Brömme zusammen mit vier Technikern tätig, die alle hier auch ausgebildet worden waren. Mit der Wende erfolgte der Sprung ins kalte Wasser. Die Handwerker hatten sich auf die Vielfalt der Geräte einzustellen.

Zur Reparatur war nun auch noch der Handel gekommen. Im Umland waren die Kunden weit verstreut zu bedienen: Rundfunk, Fernsehen, Antennenbau, die ganze Bandbreite der Informationstechnik (bis auf Computer) bestimmte nunmehr das Dienstleistungsprogramm.

Das Buckeln der Geräte zeigte seine Spuren, der einstige Handballer bekam Rückenprobleme. Als die Werkstatt nach einem Fußballspiel Opfer von Vandalen wurde, wollten Dirk und seine Ehefrau Heidemarie bereits aufgeben. Sie „verbarrikadierten“ sich mit Rolläden und hielten durch.

Nach 48 Berufsjahren aber sei jetzt die Zeit gekommen, sagte sich der Handwerksmeister zu Beginn dieses Jahres und sah sich nach einem Nachfolger um. Den fand er im eigenen Berufsnachwuchs. Carsten Buchholz(30), der bei ihm gelernt hat und danach unter anderem in Hamburg Erfahrungen sammelte, wird den Stafettenstab übernehmen, die Firma „Radio Brömme“ weiterführen. Dabei werden ihm bei dringlichem Bedarf Heidemarie und Dirk Brömme mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der 22. Dezember ist offiziell ihr letzter Arbeitstag.

Für Brömmes bleibt mehr Zeit, das Wochenendhäuschen verstärkt zu nutzen, für Ski-Urlaub in Norwegen oder für die Treffs mit den Alten Herren der Empor-Handballer.

Als Abschiedsgeschenk bieten Brömmes einer bedürftigen Einrichtung ein großes Philipps-Röhren Fernsehgerät, gut geeignet beispielsweise für einen Klub- oder Gemeinschaftsraum.


OZ

Freitag, 04. Januar 2008  |  Hansestadt Rostock

Alter Name, neuer Chef

Nach 47 Jahren gibt Radio- und Fernsehmechaniker Dirk Brömme sein Geschäft in der Parkstraße auf. Mit seinem ehemaligen Auszubildenden Carsten Buchholz fand er seinen Wunschnachfolger.

Kröpeliner-Tor-Vorstadt . Dirk Brömme wirft einen Blick ins Auftragsbuch. "Da hast du ja gut zu tun Carsten." Das soll aber nicht seine Sorge sein. Brömme wird im Februar 65 Jahre alt. Zeit für ihn, in den Ruhestand zu gehen. Das Schleppen der Fernseher habe Spuren hinterlassen, erzählt er. Mit seinem früheren Auszubildenden Carsten Buchholz fand Brömme einen Nachfolger.

Der Name "Radio Brömme" bleibt erhalten. Den gibt es seit 1959, als Brömmes Vater das 1928 am Uniplatz gegründete Geschäft "Radio Otto" übernahm. Er selbst trug ab 1971 die Verantwortung. Zu DDR-Zeiten war die Firma, seit 1968 in der Parkstraße, ein reiner Reparaturbetrieb mit vier Technikern. "Da wurde repariert, bis es nicht mehr ging", sagt der 64-Jährige. Damals war der Mangel an Ersatzteilen ein Problem. Jetzt plagen sich die Radio- und Fernsehmechaniker, heute Informationstechniker, mit anderen Sorgen. "Die digitale Technik hat uns im Griff", sagt Brömme, "bei den Flachbildschirmen können wir nur 15 Prozent selber machen." Das Geschäft lief, weil viele ältere Stammkunden ihrem Handwerksmeister vertrauten. "Der persönliche Kontakt zum Kunden ist das Wichtigste", weiß auch Carsten Buchholz, der von 1994 bis 1998 bei Dirk Brömme lernte. Daran ändert sich nichts, aber natürlich bringt der 30-Jährige Ideen mit. Um Musikelektronik möchte er sich kümmern und auch mit Computern soll etwas passieren. Wenn das Geschäft laufe, will er seinen Meister machen. Vor drei Jahren, der neue Brömme-Inhaber arbeitete inzwischen in Hamburg, traf er seinen Lehrmeister wieder. Als der ihn fragte, ob er nicht das Geschäft übernehmen will, nahm Buchholz das noch nicht ernst. Inzwischen freut er sich über die Selbstständigkeit. Auch sei er froh, wieder in seiner Heimatstadt zu sein. Dirk Brömme will erst einmal seinen Papierkram ordnen und dann die Freizeit genießen. Viel mehr als eine Woche Skifahren war für ihn und seine Frau Heidemarie bisher nicht drin. Jetzt möchte er sich mehr um sein Sommerhäuschen kümmern. Natürlich steht Brömme seinem Nachfolger auch zur Seite - wenn gewünscht. THOMAS NIEBUHR


Ein Überblick des Reparaturspektrums ist zu sehen unter:    Reparaturservice-Rostock.de

aktualisiert:  Dezember 2008

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